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Rote Milben

  • 5. März
  • 3 Min. Lesezeit

Blutmilben sind kleine, nicht segmentierte Tiere mit einer parasitären Lebensweise. Betrachtet man sie mit einer Lupe oder einem Mikroskop, erkennt man, dass sie äußerlich etwas an Spinnen erinnern, jedoch kürzere Beine haben. Im Verhältnis zu ihren acht Beinen besitzen sie einen relativ großen Körper, der rot oder dunkelgrau gefärbt ist.


Parasitäre Milbenarten bei Haustieren

In der Praxis unterscheiden wir drei Arten parasitärer Milben bei unseren Haustieren: zwei Vogelmilbenarten und eine Reptilienmilbe.

  • Die rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) kommt bei Hühnern, Tauben, Volierenvögeln sowie auch bei Nagetieren vor.

  • Bei Vögeln tritt außerdem die schwarze Milbe (Ornithonyssus bursa) auf. Diese saugt ebenfalls Blut bei Vögeln, ist jedoch nicht lichtscheu und daher auch tagsüber gut sichtbar.

  • Die Reptilienmilbe (Ophionyssus natricis) kommt ausschließlich bei Reptilien vor und hat eine etwas andere Lebensweise.


Dieser Artikel bezieht sich auf die rote Vogelmilbe, auch Blutmilbe oder Blutlaus genannt: Dermanyssus gallinae.


Entwicklung und Lebensweise der Blutmilbe

Entwicklung und Lebensweise der Blutmilbe

Die Entwicklung einer Blutmilbe verläuft in fünf Stadien: Ei, Larve, zwei Nymphenstadien und Adulttier.

Die ideale Temperatur für die Entwicklung liegt bei 27 °C in einer feuchten Umgebung. Unter normalen Bedingungen lebt eine Blutmilbe etwa 30 Tage. Bei niedrigen Temperaturen können einige Milben sogar 40 Tage oder länger überleben.

Mit Ausnahme der Eier sterben alle Stadien innerhalb von 8 Tagen, wenn die Temperatur über 40 °C oder unter 3 °C liegt und die Luftfeuchtigkeit unter 30 % beträgt. Die Eier können jedoch bis zu 2 Jahre ruhen, bevor sie dennoch erfolgreich schlüpfen.


Aus dem Ei schlüpft eine Larve, die keine Nahrung aufnehmen kann, sich jedoch über kurze Strecken bewegen kann. Dieses Stadium dauert etwa 2 Tage. Da die Larve farblos und sehr klein ist, ist sie kaum zu erkennen.

Danach entsteht eine Nymphe mit harter Haut. In diesem Stadium, das 5 bis 10 Tage dauert, sucht sie erstmals einen Wirt auf, um Blut zu saugen. Dadurch erhält sie eine rote Färbung und ist besser sichtbar.

Nach diesem Stadium sucht die Nymphe einen Unterschlupf auf, um in das nächste Nymphenstadium überzugehen. Dieser Übergang dauert in der Regel 24 Stunden. Während dieser Zeit ist sie besonders verletzlich. Sie befindet sich in einer weichen, dunkelroten Hülle und ist kaum beweglich.

Das daraus entstehende erwachsene Tier ist fortpflanzungsfähig. Männliche Milben sind etwa dreimal kleiner als Weibchen und wirken weniger rund und prall. Sowohl Männchen als auch Weibchen saugen Blut bei Tieren. Ein Weibchen kann bei einer einzigen Mahlzeit bis zu 15-mal sein eigenes Körpergewicht an Blut aufnehmen.


Vogelmilben betreten ihre Wirte nachts, indem sie entlang der Beine nach oben klettern. Am Morgen verlassen sie die Tiere wieder und suchen tagsüber einen dunklen, geschützten Ort auf. Tagsüber befinden sie sich daher nicht auf den Tieren.

Nach der Blutaufnahme suchen sie einen geeigneten Ort zur Eiablage. Diese Suche findet meist im Dunkeln statt und kann größere Entfernungen umfassen. Dadurch kann sich ein Blutmilbenbefall innerhalb kurzer Zeit auf verschiedene Tierunterkünfte ausbreiten.


Übertragung von Krankheiten

Ein Befall mit Blutmilben ist nicht nur unangenehm für die Tiere, sondern auch gefährlich. Blutmilben können verschiedene Krankheiten sowie Hautschäden verursachen.

Die Übertragung von Krankheiten erfolgt vor allem über den Speichel. Wenn eine Milbe ein infiziertes Tier sticht – sei es ein eigenes Tier oder ein Wildtier –, kann sie die Krankheit anschließend auf das nächste Tier übertragen, das sie befällt.

Auch Menschen können Hautreizungen durch Blutmilben entwickeln. Es gibt sogar Personen, die eine stärkere allergische Reaktion erleiden und ärztlich behandelt werden müssen.


Kontrolle auf das Vorhandensein von Blutmilben

Es ist sehr wichtig zu wissen, ob und in welchem Ausmaß Blutmilben bei Ihren Tieren vorhanden sind. Da Blutmilben sich nur nachts auf den Tieren befinden, fällt ein Befall oder eine zunehmende Population nicht sofort auf.



Hier sehen Sie den Inhalt eines Kontrollröhrchens nach einer Nacht in einem mit Blutmilben befallenen Hühnerstall.


Um zu prüfen, ob und in welcher Menge Blutmilben in einem Tierbestand vorhanden sind, kann man die Gewohnheiten des Parasiten nutzen. Die Milben kriechen bevorzugt in dunkle, enge Ritzen und Spalten. Daher kann einfach eine Milbenfalle eingesetzt werden, in der sie sich tagsüber verstecken.

Diese Falle besteht aus einem etwa 8 cm langen Stück Elektroinstallationsrohr, in dem ein Stück Wellpappe eingerollt ist. Das Röhrchen wird an einer strategischen Stelle im Tiergehege befestigt, möglichst in der Nähe des Schlafplatzes der Tiere. In einem Hühnerstall befindet es sich idealerweise unter der Sitzstange.

Nachdem das Röhrchen eine Nacht im Stall hing, kann die Wellpappe herausgeschoben und ausgerollt werden. In der Pappe lässt sich erkennen, ob Blutmilben vorhanden sind und in welcher Menge.


Der rechtzeitige Einsatz von Dutchy's® wirkt sehr effektiv, insbesondere solange noch keine große Milbenpopulation vorhanden ist. Dutchy's® können auch einen bereits bestehenden, selbst starken Befall beseitigen, müssen dann jedoch in größeren Mengen eingesetzt werden.

Es ist daher empfehlenswert, sofort nach Feststellung eines Befalls mit der Bekämpfung zu beginnen und nicht zu warten, bis sich die Population stark vergrößert hat.


 
 
 

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