Hühner / Geflügel
- 5. März
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Bei Hühnern wird der Befall mit der Roten Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) fast immer durch diese verursacht.
Allgemeine Informationen zur Roten Vogelmilbe
Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) ist ein Ektoparasit, auch bekannt als Blutlaus. Sie kommt häufig bei Vogelarten wie Tauben, Kanarienvögeln und Hühnern vor. In der Geflügelhaltung ist sie ein bedeutender Schädling, gegen den es nur wenige Bekämpfungsmöglichkeiten gibt.
Da sich die Milben häufig von Blut ernähren, werden die befallenen Tiere anämisch und sind deutlich anfälliger für Krankheiten. Die Milbe kann zudem selbst Krankheiten übertragen.
Die Rote Vogelmilbe kann sich sehr schnell vermehren und so eine große Population bilden. Die häufige Blutaufnahme schwächt die Hühner und kann zum Tod führen.
Allgemeine Merkmale
Eine ausgewachsene Rote Vogelmilbe ist etwa 1 mm lang, hat 8 Beine und ist dunkelrot.

Eine weibliche Blutmilbe kann pro Tag 3 bis 7 Eier legen, die sie in verschiedenen Ritzen und Spalten versteckt. Je nach Temperatur schlüpfen die Eier nach 1 bis 2 Tagen. Wenn die Bedingungen nicht ideal sind, können die Eier Monate bis zu zwei Jahre überdauern und erst schlüpfen, wenn das Klima wieder günstiger ist. Auf diese Weise können Blutmilben problemlos überwintern.
Bevor die Milbe erwachsen wird, durchläuft sie mehrere Nymphenstadien (eine Art Larvenstadium mit wechselnder Entwicklung). Blutmilben können bis zu sechs Monate alt werden und mehrere Monate ohne Nahrung überleben.
Lebensweise der Milben
Sie leben in unmittelbarer Nähe der Hühner. Tagsüber verstecken sie sich im Hühnerstall in Ritzen und Spalten. Sie sind lichtscheu und kommen erst bei Dunkelheit hervor. Dann befallen sie ihren Wirt und saugen mit einem speziellen Stechrüssel Blut bei den ruhenden Hühnern.
Symptone eines Befalls durch Blutmilben
Es ist wichtig, einen Befall so früh wie möglich zu erkennen. Kontrollieren Sie den Stall regelmäßig auf Milben, insbesondere Ritzen und Spalten. Eine gute Kontrollstelle ist die Unterseite der Sitzstangen an den Enden. So kann ein Befall frühzeitig entdeckt werden.
Alternativ kann ein Kontrollröhrchen im Stall aufgehängt werden. In diesem Röhrchen befindet sich ein Stück Karton, in das sich die Milben gerne zurückziehen, um den Tag im Dunkeln zu verbringen. Wenn das Röhrchen eine Nacht unter der Sitzstange hing, können Sie am nächsten Morgen prüfen, ob sich Milben darin befinden.

Auch die Hühner selbst zeigen Symptome:
Blasse Kämme und Kehllappen
Deutlich geringere oder keine Eiablage
Oft ein stark hervortretendes Brustbein (magerer Zustand)
Wenn diese Anzeichen auftreten, ist der Befall ernst und schnelles Handeln erforderlich.
Die Bekämpfung von Blutmilben ist schwierig. Es gibt einige chemische Mittel, jedoch wirkt keines davon dauerhaft ausreichend. Das Problem ist, dass Eier und Milben tief verborgen bis zu zwei Jahre überleben können.
Zur nachhaltigen Lösung können Dutchy's® eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um Raubmilben, die sich unter anderem von Blutmilben ernähren. Je nach Bedingungen können sie längere Zeit im Stall überleben und dabei vorhandene Milben aussaugen und töten. Die Raubmilbe sucht ihre Beute aktiv auf und lässt sie nicht entkommen.
Es ist wichtig, Dutchy's® so früh wie möglich nach Feststellung eines Befalls einzusetzen, damit sich die Blutmilbenpopulation nicht zu stark vergrößert. Befolgen Sie bei der Ausbringung und Mengenberechnung strikt die Anweisungen in der Gebrauchsanleitung für Hühner, um das Problem möglichst schnell zu lösen.
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